Burg Montclair

Der von der Saarschleife umschlossene Bergriegel trĂ€gt die Reste einer keltischen Fliehburg und die Ruinen dreier Burgen. Von der Ă€lteren TurmhĂŒgelburg ,,Skiva”, 1016 von Erzbischof Poppo zerstört, sind noch der TurmhĂŒgel und WallgrĂ€ben zu erkennen. Um 1180 wurde mit dem Bau der romanischen Höhenburg Montclair durch Arnulf von Walecourt begonnen. Jacob von Montclair ließ die Burg zu der imposanten GrĂ¶ĂŸe von 850 Metern (!) LĂ€nge ausbauen. Nach neunmonatiger Belagerung wurde Montclair 1351 durch KurfĂŒrst Balduin von Trier eingenommen und zerstört. Arnold von Sierck gelang es 1428 und 1433, von den Erzbischöfen Otto und Raban von Trier die Erlaubnis zu einem Neubau auf dem Burgberg von Montclair zu erwirken. Die neue Burg wurde 1439 – gleichzeitig mit der Burg Meinsberg bei Mandern – fertiggestellt. Das Rittergeschlecht der Herren von Montclair und auch alle nachfolgenden EigentĂŒmer nahmen nicht ihren Wohnsitz auf der Burg, sondern sie wurde nur als Wehrbau genutzt bzw. nur in Kriegs- oder Belagerungszeiten ,,bewohnt’. Die kleine rechteckige Burg besitzt an der Angriffsseite zwei mĂ€chtige WohntĂŒrme und zur alten Burg hin zwei kleinere EcktĂŒrme.
Die Saarschleife bei Mettlach ist Naturdenkmal und Wahrzeichen des Saarlandes zugleich. Die Burg Montclair liegt auf dem von ihr in weitem Bogen umflossenen BergrĂŒcken. Auf schattigen und gut begehbaren Waldwegen ist sie nur zu Fuß oder per Rad zu erwandern. Wer Ruhe und Erholung sucht – ob als Einheimischer, Kurgast oder Tourist – ist hier bestens beraten.
Nach einer kurzen Rast mit Erfrischungen im Burginnenhof sollten Sie die mĂ€chtigen WehrtĂŒrme erklimmen und den herrlichen Ausblick ins Saartal genießen. Ein Rundgang um die Burg vermittelt eindrucksvoll ihren einst wehrhaften Charakter und lĂ€sst erahnen, wie sich die mittelalterlichen Burgherren gefĂŒhlt haben mĂŒssen. Im Anschluss empfiehlt sich eine Schiffstour auf der Saar.